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Erst fragen, dann bauen: die Stadtbahn für Kiel

Kunde
Landeshauptstadt Kiel
Bereich
Öffentliche Mobilität
Leistung
Strategie und Kampagne, Webdesign und UX
Jahr
2023
Erst fragen, dann bauen: die Stadtbahn für Kiel
Ausgangslage

Ein Bauprojekt, das erst überzeugen muss

Die Landeshauptstadt Kiel plant eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands: eine Stadtbahn. Bis die fährt, vergehen Jahre. Bis dahin ist sie vor allem eine Baustelle, die noch niemand gesehen hat, mit Kosten, die alle betreffen.

Ein solches Projekt scheitert nicht an der Technik, sondern an der Zustimmung. Und die musste erst entstehen: bei Bürgerinnen und Bürgern, bei Presse, Handel und Interessenverbänden.

Unser Ansatz

Die Straßenbahn als Zugpferd, nicht als Baustelle

Wir haben ein Narrativ entwickelt, das die Stadtbahn nicht als Verkehrsprojekt erzählt, sondern als Zugpferd der Kieler Mobilitätswende. Das dreht die Frage um: Es geht nicht darum, was eine Baustelle kostet, sondern darum, wie die Stadt in zwanzig Jahren aussehen soll.

City-Light-Poster mit den Kampagnenfragen „Wo führt die Trasse lang?" und „Welcher Verkehr braucht wie viel Platz?"

Fragen statt Ankündigungen

„BRT oder Tram?" Die Motive stellen die Entscheidung offen zur Debatte, statt ein Ergebnis zu verkünden. Genau das ist die Einladung: Wer eine Frage liest, zu der man eine Meinung hat, kommt zu dem Termin, an dem sie beantwortet wird.

Digitale Werbemittel der Beteiligungskampagne mit dem Motiv „BRT oder Tram?"
Umsetzung

Zwanzig Veranstaltungen und vierzehn Spaziergänge

Im Konsortium mit Zebralog haben wir Foren am Ostseekai, Termine im Rathaus, dezentrale Abende in den Stadtteilen und Messeauftritte umgesetzt, dazu Trassenspaziergänge, bei denen die geplante Strecke ablaufbar wird. Digital kamen Onlineveranstaltungen und sechs Befragungen hinzu.

Bürgerforum mit dem Kieler Oberbürgermeister und der Trassenkarte zum Anfassen
Beteiligungsformate: Pinnwände, Planungstische und Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern
Litfaßsäule und Plakat: „Die Stadtbahn kommt nach Gaarden"

Ein Blog, der über die Stadtbahn hinausgeht

kielmobil.blog verbindet Information und Beteiligung, nicht nur zur Stadtbahn, sondern zur Kieler Mobilitätswende insgesamt. Dazu die Projektseite im Stadt-CMS, Bewegtbild mit Kielerinnen und Kielern, Anzeigen bei Google und in den sozialen Medien, laufend nachgesteuert. Und ein Personalmarketing, das die Planungsstellen besetzt hat.

Der Mobilitätsblog kielmobil.blog auf dem Monitor, daneben die Social-Media-Kanäle der Stadt
Filmstills aus den Bewegtbildformaten mit Kielerinnen und Kielern
Personalmarketing für die Stadtbahnplanung: „Du bewegst Kiel"
Wirkung

Ende 2022 fiel der Beschluss — ohne Gegenwind

Die Beteiligung war rege, die mediale Berichterstattung intensiv. Ende 2022 hat die Ratsversammlung den Bau der Straßenbahn beschlossen, in einem unkritischen Entscheid. Kurz darauf wurde der Rahmenvertrag zwischen der Landeshauptstadt Kiel und boy um zwei Jahre verlängert. Auch alle ausgeschriebenen Planungsstellen, vom Ingenieurwesen bis zur Verwaltungsfachkraft, konnten besetzt werden.

Teilnehmende bei den drei Foren am Ostseekai
1.500
Veranstaltungen und Messeauftritte im Prozess
20
Trassenspaziergänge auf der geplanten Strecke
14
Onlinebefragungen zur Planung
6
Was geblieben ist

Eine Stadt, die ihre Straßenbahn kennt, bevor die erste Schiene liegt.


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