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Eine Kampagne, die Lebensmittel in den Goldrahmen hängt

Kunde
Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein
Bereich
Bessere Landwirtschaft
Leistung
Strategie und Kampagne, Corporate Publishing
Jahr
2022
Eine Kampagne, die Lebensmittel in den Goldrahmen hängt
Ausgangslage

Im Plastikbeutel sieht alles gleich aus

Regionale Lebensmittel konkurrieren im Regal mit Ware, die genauso aussieht und weniger kostet. Was in ihnen steckt, also Arbeit, Zeit, Können und ein Betrieb mit Namen, ist an der Verpackung nicht abzulesen.

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein wollte das ändern: mehr Wertschätzung für regionale Erzeugung, mehr Anlass für nachhaltigen Konsum. Der Auftrag entstand aus dem Dialogprozess „Zukunft der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein".

Unser Ansatz

Was ins Museum gehört, hängt man auf

Wir haben die Lebensmittel fotografiert wie flämische Stillleben, mit dunklem Grund, warmem Licht, sorgfältig arrangiert, und sie dann in einen goldenen Rahmen gehängt. Die Übertreibung ist der Punkt: Wer Kohl und Käse im Museumsrahmen sieht, sieht sie zum ersten Mal seit Langem wieder an.

Zwei Stillleben der Kampagne als Leinwände auf Staffeleien

Die Erzeuger kommen mit ins Bild

Auf den Motiven stehen echte Produkte echter Höfe, jedes mit dem Namen des Betriebs am Bildrand. Für die Geschichten dahinter haben wir die Betriebe besucht und interviewt. Aus Erzeugerinnen und Erzeugern werden ErnteKünstler, aus Käuferinnen und Käufern Leute, die erkennen, was gut ist.

Ein Stillleben neben dem Schwarzweiß-Porträt zweier Landwirte auf ihrem Hof
Umsetzung

Eine Ausstellung, die durchs Land zieht

Gelauncht wurde im Kieler Landeshaus, mit einem Podium aus Erzeugerinnen, Politik und Branche. Danach ging die Wanderausstellung auf Reisen: Keilrahmen auf Staffeleien, großformatige Messewände, ein Baukasten, der auf jede Veranstaltung passt. Größter Auftritt war die Landwirtschaftsmesse NORLA.

Zwei großformatige Kampagnenmotive im Goldrahmen in einem Ausstellungsfoyer
Die Wanderausstellung im Messezelt der NORLA mit Besucherinnen und Besuchern
Gebogene Messewand mit dem Motiv „Echte LegeKunst"

Ein Magazin, das die Höfe erzählen lässt

Das ErnteKunst-Magazin ergänzt die Motive um das, was ein Plakat nicht kann: Reportagen von den Betrieben, Interviews, Infografiken, Serviceteil, redigiert von einem Team aus Journalistinnen und Journalisten. Dazu Postkarten, Großflächen, Anzeigen in Food- und Lifestylemagazinen, Social Media und Roadside-Screens.

Das aufgeschlagene ErnteKunst-Magazin mit der Doppelseite „Ganz große Kunst"
Postkartenserie mit den Motiven ErnteKunst, LegeKunst, ReifeKunst und GaumenKunst
Social-Media-Motive der Kampagne auf Laptop und Smartphone
Wirkung

Der Rahmen ist das Argument

Aus einem Dialogprozess wurde ein Bild, das hängen bleibt. Der goldene Rahmen reiste mit Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht durch Schleswig-Holstein und brauchte nirgends eine Erklärung. Die Wanderausstellung war das Highlight des Kampagnenjahres auf der NORLA, und das Magazin gab den Höfen eine Bühne, die länger trägt als eine Anzeige.

Was geblieben ist

Ein Rahmen, der aus Lebensmitteln wieder etwas macht, das man ansieht.


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